1978 - 2003

Jubiläum für Baugeschäft Gerhard Wand

Steinbacher Familienunternehmen: vom "Ein-Mann-Betrieb" zum Neubau- und Sanierungsspezialisten

STEINBACH - Viele schmucke Eigenheime in Steinbach, im Oberland, aber auch in der Bad Salzunger Honigbach oder im Eisenacher Gebiet tragen die Handschrift des Baugeschäftes Wand. So manchen Geschäftsbau hat der Betrieb hochgezogen und auch bei Instandsetzungen und Sanierungen erwies sich das Steinbacher Familienunternehmen als zuverlässiger Partner. Zu seinen Auftraggebern zählen z.B. die WFK- Komforthaus GmbH, das Schulverwaltungsamt oder die Gemeinde Steinbach.

Vor 25 Jahren war daran freilich noch nicht zu denken. Am 1. Juli 1978 gründete Maurermeister Gerhard Wand seinen "Ein-Mann-Betrieb". "Mauern, bauen, etwas Bleibendes schaffen- das war sein Metier", sagte rückblickernd Ehefrau Christel.

 Und: "Sein Herz hing an einem eigenen Geschäft." Das war allerdings in der DDR nicht so einfach zu bewerkstelligen. Aber trotz aller Widrigkeiten setzte sich Gerhard Wand durch: Seine Arbeitskraft, eine Mischmaschine und ein älterer gebrauchter Multicar waren sein Startkapital. Vom Backstein bis zum Zement - Material gab es auf "Zuteilung". Das Werkzeug wurde wie der eigene Augapfel gehütet.

Häufig mussten Ehefrau, Sohn Thomas und Tochter Gabriele vor und nach der Arbeit bzw. der Schule mit anpacken, wenn z.B. eine der heißbegehrten Zementlieferungen in das Silo auf dem eigenen Hof zu schaufeln war.

 

1981 gelang es dem Inhaber, das ehemalige Schuttgelände in der Ruhlaer Straße als Materiallagerplatz zu pachten. Mit dem Garagenbau 1982 war eine verschlusssichere Lagerung von Material und Werkzeug möglich.

1983 trat Sohn Thomas als Lehrling in den Betrieb ein. Dass er 1992 seinen Meisterbrief in Empfang nahm, erlebte der Vater nicht mehr. Gerhard Wand kam infolge eines unverschuldeten Unfalls 1990 um Leben. 

Ehefrau Christel traf damals eine schwerwiegende Entscheidung. "Das Geschäft hinzuschmeißen wäre nicht im Sinne meines Mannes gewesen", sagte sie. 

"Ich beschloss, dass es weiterleben sollte."

Die Chemiefacharbeiterin und Postangestellte wechselte das Metier und führte das Unternehmen mit Unterstützung des Sohnes erfolgreich in die Marktwirtschaft.

Der gute Name "Baugeschäft Wand" bescherte die notwendigen Aufträge. Ab 1991 konnte die Belegschaft auf zeitweise sogar zehn Beschäftigte aufgestockt und zwei Lkw, ein Multicar, zwei Bagger und später auch ein Kran zugekauft werden. Der Büroneubau war 1994 hinzugekommen.

Die Materiallagerung verlegte Christel Wand an den Ortsrand, denn das alte Gebäude reichte längst nicht mehr aus.

1998 legte sie die Verantwortung in die Hände ihres Sohnes Thomas. Vor dem zu dieser Zeit 31-Jährigen standen neue Herausforderungen: "Zunehmender Konkurrenzdruck, die immer deutlicher werdende Flaute im deutschen Baugewerbe gingen nicht spurlos an uns vorüber", merkt er an.

HERZLICHEN DANK!

Unser Betriebsjubiläum nehme ich zum Anlass, um mich herzlich für das in mich und die Leistungen des Baugeschäftes gesetzte Vertrauen zu bedanken:

  • bei der gesamten Familie

  • bei meiner Belegschaft

  • bei allen Geschäftspartnern und Zulieferern

  • bei der gewerblichen und der privaten Kundschaft

Thomas Wand

 

Dennoch gab es keine Abstriche am Leistungsprofil: Hoch-und Tiefbau, Um- und Ausbau, Altbausanierung, Trockenbau, Pflasterarbeiten und Wegebau gehörten dazu.

Maurermeister Thomas Wand ist Realist geblieben. Zum Firmenjubiläum wünscht er sich vor allem "volle Auftragsbücher und dadurch viel Arbeit sowie immer pünktlich ihre Rechnung bezahlende Auftraggeber."

Gerhard Wand: Gründete 1978 den Betrieb und leitete ihn bis zu seinem Tode 1990.

Christel Wand: Gab nicht auf und führte das Baugeschäft in die Marktwirtschaft

Thomas Wand: Setzt seit 1998 als Inhaber das Lebenswerk seiner Eltern fort.